Ackervorstellung

Wie es zu unserem Acker-Projekt kam:

Angesichts der vor unserer Haustür immer sichtbarer werdenden Auswirkungen der sogenannten konventionellen Landwirtschaft und damit einhergehenden Klimaveränderung, Trockenheit, Rückgang der Insekten- und Vogel-population, Artenschwinden, Nitratbelastung, Erosion, Verlust der Bodenfruchtbarkeit, Baumsterben, Abhängigkeit von mineralischen Düngern und Pestiziden – wollen wir uns auf das Positive konzentrieren und einen Beitrag zum Umdenken in der Landwirtschaft vor Ort leisten.

Da unsere Gemeinschaft 2 ha Ackerland besitzt ist nun die Zeit gekommen das Gute anzupacken!

Wir wollen in Kooperation mit der Natur und all ihren Wesen eine Gemüsegärtnerei aufbauen.

Unsere Vision ist Folgende:

  • Keyline-Design mit integrierten Gehölzen – also eine Kleinstrukturierte an die geomorphologischen Bedingungen vor Ort angepasste Strukturierung der Fläche. Diese ermöglicht es das Regenwasser aufzunehmen, zu speichern und zu halten.
  • Humusaufbau im Boden. Nur ein humoser Boden ist in der Lage Wasser aufzunehmen und zu speichern. Die Bearbeitung des Bodens erfolgt also auf eine Art und Weise, die das Gleichgewicht von Bodenmechanik, Bodenchemie und Bodenleben berücksichtigt. Deswegen wollen wir auf den Einsatz von Traktoren verzichten.
  • Vielfältige Anbaumethoden: Das Gemüse wird z.T. in Mischkultur angebaut und andere Anbaumethoden sollen ausprobiert werden. Der Boden wird auf jeden Fall ganzjährig bedeckt gehalten durch Untersaat, Gründüngung oder Mulch.
  • Der Verzicht auf jegliche Chemikalien und mineralische Düngestoffe ist selbstverständlich.
  • Herstellung eines geschlossenen Nährstoffkreislauf durch Mulch, Kompost und Gründüngung, ferner das Belassen der Ernterückstande auf den Beeten und Flächenrotte. Lediglich Gesteinsmehl und Kalk wird von außen zugeführt. Die Integration von Gehölzen schließt zusätzlich Mineralstoffe aus dem Boden auf.
  • Der Fokus liegt auf dem Bodenleben. Die Frage lautet, wie kann man so wirtschaften, dass das Bodenleben die besten Bedingungen zu seiner Entwicklung hat. Der Einsatz von organischen Materialien in Form von Mulch, EM, Fermente und Komposttees sollen das Bodenleben füttern. Die Bodenbearbeitung erfolgt von Hand und ausschließlich lockernd. Der Regenwurm soll in seinem Lebensraum gefördert werden. Die Symbiose der Pflanzen mit Mykorrhizapilzen soll gefördert werden.
  • Es werden samenfeste und regionale Sorten, sowie mehrjährige Arten in Vielfalt angebaut. Und Arten, die mit der Klimaveränderung gut gedeihen.

Soweit so gut. Wir haben eine Gemüsegärtnerin im Team, die sich eine berufliche Existenz mit dem Acker aufbauen möchte. Dazu fehlt es an Unterstützung.

Wir suchen:

  • Menschen, die eine Ausbildung oder Berufserfahrung im ökologischen Gemüseanbau haben und sich Richtung Permakultur und Agroforst weiterentwickeln wollen.
  • Menschen, die Ideale mit praktischem Menschenverstand verbinden.
  • Menschen, die Lust und Kraft haben sich eine eigene Existenz in der Gemeinschaft aufzubauen.
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 Wir bieten:

  • 2 ha Ackerland.
  • Seelisch moralische Unterstützung der Arbeitsgruppe Acker der Lebenstraumgemeinschaft Jahnishausen.
  • Vielfältige Ideen, Möglichkeiten und Lösungen.
  • Eine bunte und wohlwollende Gemeinschaft.
  • Was wir dir nicht bieten können ist eine Anstellung oder dergleichen.
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Dieses Jahr werden wir ein paar Bäume auf den Acker pflanzen: Maronen, Hasel, Feld-Ahorn, Feld-Ulme, Hainbuche, Eberesche u.a. Die Pflanzungen erfolgen im Keyline-Design. Dafür haben wir einen Workshop in Vorbereitung. Desweiteren pflanzen wir zu unseren konventionellen Nachbarn hin eine Hecke.
Wenn wir dein Interesse geweckt haben, dann sprich uns einfach an oder schreibe uns – und wir schauen dann wie es passen kann.
Melde dich unter: 03525 / 5763 328 oder bei: ramona_kempf(at)posteo.de