Gründungsinitiative bei Riesa sucht Mitgründer!

LEBEN und LERNEN sind für uns untrennbar miteinander verbunden. Lebendiges Lernen soll sich in einer Atmosphäre von Freiheit, Geborgenheit und In-Beziehung-Sein entfalten. Lernen aus innerer Motivation heraus – lesen, bauen, rechnen, spielen, erkunden, musizieren nach den individuellen Rhythmen des Kindes. Aus unserer Sicht tragen junge Menschen ihr gesamtes Potenzial in sich, das sich frei entfalten will – jenseits von Angst, Druck und durch Erwachsene inszenierte Unterrichtsmethoden. So soll sich das Lernen an der Freien Dorfschule Jahnishausen als kreativer, lebendiger und von den Kindern selbst bestimmter Prozess in altersgemischten und fächerübergreifenden Lerngruppen von pädagogisch erfahrenen Lernbegleitern gestalten.

Dazu suchen wir, das sind Bewohner der Lebenstraumgemeinschaft Jahnishausen   und Eltern mit pädagogischem Hintergrund, interessierte Menschen und Eltern, die sich als Gründungsmitglieder anbieten und mit uns solch ein Projekt aufziehen wollen. 

 

Ansprechpartner:

www.ltgj.de/schule

Nadine Hauswald 0162/7446797 hauswaldnadine@posteo.de

Georg Böse 01522/3915882 gbmail.privat@gmail.com

Frauengesprächskreis

Am 09.03.2019 haben sich zum ersten Mal Frauen aus Jahnishausen mit Frauen aus Syrien, Libanon, Türkei, Pakistan, Indien zu einem Gesprächskreis getroffen. Bei Kaffee und Kuchen fand ein intensiver Austausch über unsere Lebenswege in Deutschland und den Herkunftsländern statt. Interessante Gespräche über Traditionen, die Sicht auf die Familie und der Blick in die Zukunft ließen den Nachmittag sehr schnell vergehen. Wir waren uns einig, dass wir uns wieder treffen werden und uns weiter um Integration und gegenseitigem Verstehen kümmern wollen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Koukou reist in den Senegal

Nachdem Koukou in Deutschland für sich keine Chance sah, entschloss er sich nach Afrika zurückzukehren. Wir begleiteten ihn auf diesem, nicht immer leichten Weg. Er fühlte sich in Jahnishausen sehr wohl, wir wurden ein Teil seiner Familie. Seine Wurzeln waren aber nicht hier und er erlebte bei seinen Ausflügen innerhalb von Deutschland und auch hier in Riesa immer wieder Anfeindungen, Diskriminierung und schmerzliche Kontakte. Er wünschte sich eine eigene Familie, Kinder und eine gute Arbeit. Mit Hilfe einer sehr zugewandten Mitarbeiterin des Landratsamtes konnten die Formalitäten erledigt werden. Gemeinsam feierten wir mit ihm am 3. Februar 2019 ein Abschiedsfest und Margareta begleitete ihn am nächsten Tag zum Frankfurter Flugplatz.

Koukou ist gut in Dakar angekommen und sucht jetzt seinen Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Wir wünschen ihm alle viel Glück dabei.

 

 

Fahrt nach Berlin mit Führung im Deutschen Bundestag, 27.10.2018

Im Rahmen der Flüchtlings-integrationsarbeit sind bis zu 7 Geflüchtete in Maßnahmen in unserer Gemeinschaft. Sie arbeiten mit uns, lernen deutsch und versuchen eine Perspektive für ihr weiteres Leben zu entwickeln.

In diesem Jahr konnten wir durch Vermittlung der SPD- Bundestags-abgeordneten Susann Rüthrich eine Führung durch den Deutschen Bundestag in Berlin machen.

Es waren alle Geflüchteten dabei, die in den letzten Jahren bei uns mitgearbeitet haben. Ebenso fuhren  8 Mitglieder aus der Lebenstraumgemeinschaft mit, so dass wir 31 Teilnehmer waren.

 

 

Morgens am Bus trafen wir uns und begrüßten uns herzlich – aus Flüchtlingen sind Freunde geworden.

In Berlin angekommen bekamen wir in einem, von einer nepalesischen Familie geführten Restaurant ein wunderbares Essen mit aller Vielfalt – Gemüse für Vegetarier, halal für Muslime, sehr lecker.

Dann ging es mit der S-Bahn bis zum Brandenburger Tor, das wir wegen einer Demo nicht durchschreiten konnten. Durch die Zugangskontrolle kamen wir in den Deutschen Bundestag. Der freundliche Führer erklärte langsam und deutlich in kurzen und einfachen Sätzen. So konnten die meisten verstehen was zur Geschichte von Deutschland und zum Alltagsbetrieb unserer Regierung gesagt wurde.

Am Ende fuhren wir hinauf in die Kuppel und hatten bei herrlichem Herbstwetter einen wunderbaren Rundblick auf die ganze Stadt.

Dann schlossen wir eine Stadtrundfahrt per Schiff an. Leider gab es keinen Kuchen – da packte eine der Frauen ihren Korb mit herrlichem Kuchen und süßem und herzhaftem Gebäck aus.

Nach einem kurzen Bummel über den Alexanderplatz trafen wir uns am Bus, alle entspannt, erfüllt und froh und sehr müde.

Für die meisten der Geflüchteten war das der erste Besuch in Berlin, für viele die erste Gelegenheit, entspannt ohne Ämterbesuche nur zum Kennen lernen in Deutschland herumzufahren