Liebe Interessierte am Leben in der Lebenstraumgemeinschaft Jahnishausen, die Energie des Frühlings beginnt sich zu entfalten, Zeit zum Aufräumen, Feiern und auch zum Reflektieren.

Neues Video über das Gemeinschaftsnetzwerk GEN

Die Lebenstraumgemeinschaft ist Mitglied des GEN-Netzwerks. Das Global Ecovillage Network ist der Dachverband von inzwischen mehr als 20 Ökodörfern und Gemeinschaften in Deutschland. Hier tauschen sich Gemeinschaften aus, schauen über den Tellerrand und unterstützen sich. Der Film gibt einen Einblick, warum es sich lohnt, in Gemeinschaft zu leben und sich für den Kulturwandel zu engagieren, welche Prinzipien die Mitgliedsgemeinschaften verfolgen und welche Projekte gelebt werden. Die Mission ist es, den sozialen Zusammenhalt und ein besseres Leben zu fördern. www.gen-deutschland.de

Bau eines Erdgewächshauses

Die dritte Saison von Ramonas SoLaWi Baum.Frucht.Gemüse hat schon im Winter begonnen. Eine Erbschafts-Spende ermöglichte den Bau eines Erdgewächshauses, in dem nun eigene Pflanzen viel früher vorgezogen werden können. Die Gemeinschaft hatte die zwei Hektar Acker vor einigen Jahren kaufen können und Biogärtnerin Ramona verwirklicht nun ihren Traum von einer permakulturbasierten SoLaWi.

Inzwischen ist die Zahl der Ernteanteile von 14 auf 30 gestiegen und das Projekt gewinnt immer mehr Stabilität.

Sanierung WG Gutshaus Nord

Geschafft: In acht Zimmern und der Wohnküche wurden die Außenwände, Decken und Fußböden wärmegedämmt, neue Dielen verlegt, Elektrik und LAN für Internet installiert. Zwei Bäder wurden komplett saniert, im Flur die Elektrik erneuert, Wände und Decken renoviert und der Fußboden erneuert. Es hat sehr lange gedauert und manche Bewohnerinnen waren dem Nervenzusammenbruch nahe. Unsere nicht ganz schmerzfreie Erfahrung: Nie wieder Sanierung im bewohnten Zustand! Trotzdem – so komfortabel war es seit 1891 nicht. Wieder ein Grund zum Feiern.

Übungsfeld Supervision

„Was wollen wir voneinander?“ „Welche Ansprüche haben wir an uns als Gemeinschaft – und wie sieht die Wirklichkeit aus?“ „Wie kann jede und jeder von uns mit Kritik und Enttäuschung entspannter umgehen?“ – Dies ist nur ein kleiner Auszug aus der Sammlung von Themen, wie sie jeder Supervision in Jahnishausen vorausgeht. Zwei bis drei Mal jährlich treffen wir uns als Gemeinschaft von Freitagabend bis Sonntagmittag zur „Suvi“. Und so gut wie jedes Mal fühlen sich die meisten von uns danach miteinander verbundener als zuvor, erleichtert, wieder offener für Neues.

Seit etwas anderthalb Jahren begleiten uns Ina und Achim und auch beim Supervisions-Wochenende im Februar haben sie uns mit ihrem Einfühlungsvermögen und profundem methodischen Werkzeug aus ihrer jahrzehntelangen ZEGG-Erfahrung wieder durch allerlei Klippen geführt: Klippen aus Missverständnissen und Unterstellungen, aus Anklagen und Rechtfertigungen, aber auch Wunschbildern und herben Enttäuschungen. Arbeiten mussten wir allerdings selbst. Mal in Dreiergruppen, mal in der großen Runde, mal mit Worten, mal ohne…

Und so blieb auch diesmal wieder kaum jemand unberührt von dem, was da an Emotionen sichtbar wurde, nachvollziehbar und bestenfalls verstehbar. Und immer aufs Neue – das ist das Ermutigende – gelingt es bei diesen Supervisionen, einander gut zuzuhören, enge Sichtweisen zu weiten und Feindbilder fallen zu lassen. Eine wichtige Übung in diesen Zeiten. Wir bleiben dran!

Intensiv geräumt und gefeiert

Man mag es kaum glauben – auch in einer Gemeinschaft kann man einander mitunter aus den Augen verlieren. Gewissermaßen vorbeugend gibt es hier seit geraumer Zeit regelmäßige „Intensivtage“. Was wir jeweils anpacken wollen – und das kann sehr unterschiedlich sein – tragen wir vorher im Plenum zusammen.

Auch diesmal ging es am Samstagvormittag los, deshalb auch Subbotnik (das Wort leitet sich vom russischen Subota = Samstag ab), und so wuselte es am ersten Intensivtag dieses Jahres am 8. März bei uns auf dem ganzen Hof: beim Unkrautzupfen in der Pflanzenkläranlage und Aufräumen in der Remise, bei Gehölzschnitt und Gartenpflege. Die Kinder bauten eine beeindruckende Karawane aus ihren bunten Fortbewegungsmitteln auf und schafften es sogar, einige auszusortieren. Auch das Rad-Haus gewann sichtlich wieder an Struktur, ebenso unsere gemeinschaftliche Hausapotheke… Ob im Großen oder Kleinen: Man glaubt ja gar nicht, was alles so abgestellt und aufgehoben wird, wenn genug Platz da ist!

Gefeiert haben wir unsere ansehnlichen Intensivtag-Ergebnisse dann abends in Riesa: Kathrin hatte Karten für ein mitreißendes Klezmer-Konzert mit „Mischpoke“ besorgt. Mal schauen, was für ein „Gesicht“ unser nächster Intensivtag Anfang Mai bekommt!

Paula aus Spanien

Paula aus Spanien wohnt für einige Monate in der WG Gutshaus Nord und musste erst mal lernen, den Holzofen zu heizen. Im Rahmen des Programms »Europäisches Solidaritätskorps (ESK)« des Europäischen Freiwilligendiensts unterstützt sie die freie Auenwaldschule Jahnishausen und lernt ‚nebenbei‘ Deutsch.

Als Unterrichtshilfe für einzelne Kinder, als Aufsichtsperson in den Pausen und bei Ausflügen und als „Sekretärin“ im Lehrerzimmer ist sie im Team integriert. Außerdem ist sie gerade für den Englischunterricht zuständig. In der Nachmittagsbetreuung unterstützt sie die Eltern und bietet Spiele an.

Einzig Hajo kann sich momentan mit ihr in ihrer Muttersprache unterhalten, alle anderen eben in English.

Wir haben wieder Platz

Gute Nachrichten für Menschen, die sich für ein Leben in Jahnishausen interessieren: Nachdem geraume Zeit der gesamte Wohnraum in unserer Gemeinschaft vergeben war, werden in Kürze eine Wohnung und mehrere Zimmer frei. Besonders willkommen heißen wir Menschen voller Tatkraft und mit handwerklichem Geschick – und sehr gern auch mit Kindern!

Bedingung für alle Einstiegswilligen ist in jedem Fall die Teilnahme an einem unserer Infowochenenden. Bei anschließenden Besuchen – z. B. als mithelfender Gast – sollte außerdem genug Gelegenheit sein, einander gut kennenzulernen.

Hier die Info-Wochenend-Termine in diesem Jahr:
23.5. – 25.5.25 / 15.8. – 17.8.25 / 19.9. – 21.9.25

Offene Samstage, jeweils 14:00 Uhr – 18:00 Uhr:
22. März / 26. April / 17. Mai / 28. Juni / 20. September / 25. Oktober

Also dann – herzlich willkommen!